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Theater.Welt

01/2020 vom 07.12.2020

Aus dieser Ausgabe online verfügbar:

Beitragsrisiken der Bühnen bei gastweisem Einsatz von Künstler*innen

Eine Erläuterung zur Vorgehensweise bei gastweisem Einsatz von Bühnenkünstler*innen. Über die Klärung der Frage der Scheinselbständigkeit bzw. sozialversicherungsrechtlichen Einordnung des Gastes bis zur Festlegung von Proben- bzw. Vorstellungsterminen in den „Gast-Verträgen“. Am Ende des Beitrags befindet sich ein Muster-Gastvertrag.

Co-Creation im Kultursektor

Der Begriff Co-Creation beschreibt die Integration von externen Ressourcen in die Wertschöpfung von Organisationen. Langsam findet der Begriff Eingang in das bislang stark angebots- und firmenzentrierte Kulturmanagement-Lehre. Auch wenn Co-Creation weder ein neues noch ein spezifisch digitales Phänomen ist, wirkt die Digitalisierung dennoch wie ein Katalysator, da sie viele Abstimmung- und Kollaborationsprozes-se stark vereinfacht und verbilligt. Die Dynamik, die ko-kreative Prozesse entfalten können, führt das klassische (Kultur-)Managementdenken an seine Grenzen. Der Artikel zeigt, wie sich das Management- und Selbstverständnis von Kultureinrichtungen ändern sollte, damit Co-Creation zum Nutzen aller Beteiligten gelingen kann.

Die Digital-Strategie-Canvas für Kulturbetriebe

Die Entwicklung einer ganzheitlichen digitalen Strategie zählt zu den drängenden Herausforderungen der Kulturbetriebe. Im Beitrag wird das Modell einer Digital-Strategie-Canvas vorgestellt und diskutiert, das Kulturbetrieben bei der Entwicklung einer solchen Strategie unterstützen soll. Dabei werden acht relevante Handlungsfelder definiert und durch Leitfragen und praxisorientierte Beispiele verdeutlicht.

Die Kunst, die Krise zu gestalten

Das 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele hat trotz Corona-Pandemie im August 2020 stattgefunden. An dem modifizierten Programm mit 110 Aufführungen konnten dank umfassendem und stringent umgesetztem Präventions- und Sicherheitskonzept über 76.500 Zuschauer*innen teilnehmen – ohne dass es zu COVID-19-Clustern gekommen wäre. Im vorliegenden Artikel werden der Weg zum Präventionskonzept sowie dessen Eckpunkte vorgestellt.

Die Öffnung der Öffentlichen (Teil I)

In Deutschland entstand aus dem Repräsentationsbedürfnis der zahlreichen Fürstentümer die höchste Dichte öffentlich getragener Theater der Welt. Wenig später wurden sie Plattform eines zunehmend selbstbewussten Bürgertums. Die hier praktizierte Arbeitsteilung der einzelnen Gewerke ermöglicht eine einzigartige Kreativität in Effizienz. In der aktuellen Debatte wird die steinerne Manifestierung der Theater im Zentrum der Städte jedoch eher mit Schwerfälligkeit und Inflexibilität in Verbindung gebracht. Dafür gibt es theaterinterne und gesellschaftliche Gründe. Dass die öffentlich getragenen Theater sich den Herausforderungen der Zeit stellen, belegen ihre kooperativen Arbeiten. Hier beginnt die Struktur dieser Kultureinrichtung im wahrsten Sinne des Wortes aufzubrechen. Diese Arbeit untersucht, ob und in welcher Form Kooperationen die Arbeitsweise eines öffentlich getragenen Theaters verändern und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung dieser Kulturinstitution ab.

Die Öffnung der Öffentlichen (Teil II)

In Deutschland entstand aus dem Repräsentationsbedürfnis der zahlreichen Fürstentümer die höchste Dichte öffentlich getragener Theater der Welt. Wenig später wurden sie Plattform eines zunehmend selbstbewussten Bürgertums. Die hier praktizierte Arbeitsteilung der einzelnen Gewerke ermöglicht eine einzigartige Kreativität in Effizienz. In der aktuellen Debatte wird die steinerne Manifestierung der Theater im Zentrum der Städte jedoch eher mit Schwerfälligkeit und Inflexibilität in Verbindung gebracht. Dafür gibt es theaterinterne und gesellschaftliche Gründe. Dass die öffentlich getragenen Theater sich den Herausforderungen der Zeit stellen, belegen ihre kooperativen Arbeiten. Hier beginnt die Struktur dieser Kultureinrichtung im wahrsten Sinne des Wortes aufzubrechen. Diese Arbeit untersucht, ob und in welcher Form Kooperationen die Arbeitsweise eines öffentlich getragenen Theaters verändern und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung dieser Kulturinstitution ab.

Gemeinsame Begeisterung für die Künste reicht nicht mehr aus

Was unterscheidet Ziele, Arbeitsweisen und Führungsstile von Leitungen öffentlich geförderter Kultureinrichtungen in Deutschland, die den jüngeren Generationen X und Y angehören von denen der älteren Generationen der sog. Babyboomer und 68er? Verfolgt eine neue Generation von Führungskräften andere Ziele und Werte mit ihrer Arbeit und im Umgang mit Mitarbeitenden?Der Beitrag skizziert zentrale Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Führungskräften in öffentlichen Kultureinrichtungen und leitet daraus Konsequenzen für ein zukunftsfähiges Cultural Leadership ab.Die Befragung zeigt intergenerationelle Unterschiede in den Zielen und Ansprüchen an die eigene Einrichtung und den Umgang mit Mitarbeitenden. Die jüngeren Generationen betonen nicht nur die Bedeutung einer ausgewogenen Work Life Balance, sondern äußern auch verstärkt Erwartungen an Partizipation, Diversität und nachhaltiges Handeln. Verfestigte institutionellen Strukturen und Logiken werden generationen-übergreifend als Hemmnis für gelingende Transfomationsprozesse identifiziert. Ein pro-aktiver Umgang mit veränderten Erwartungen jüngerer Generationen an die Arbeit in und von kulturellen Einrichtungen kann zum Motor für Innovationen werden.

Gestaltung statt Prognose - mit Effectuation die Zukunft erfinden

Wie kann man entschlossen Neues in die Welt bringen, wenn die Zukunft ungewiss ist, Ziele noch verhandelbar sind und die verfügbaren Informationen in mehrere Richtungen weisen? Ein Kochrezept suchen, einkaufen gehen, nach Rezept kochen und die Gäste bewirten? Oder besser kochen mit dem, was im Kühlschrank ist? Am besten mit den Gästen zusammen? Und jeder bringt noch etwas mit? Und dann entstehen ganz neue Gerichte? Die zweite Version beschreibt ganz pragmatisch die Denkhaltung und das Vorgehen, die hinter dem Effectuation-Ansatz stehen, der in einer dreiteiligen Reihe vorgestellt und diskutiert wird. Der nachfolgende erste Teil schafft die Grundlagen des Ansatzes, in dessen Mittelpunkt die vier Effectuation-Prinzipien stehen.

Kulturmanagement im Zeitalter der Digitalität

Ob es allen gefällt oder nicht - wir befinden uns mitten im Zeitalter der Digitalität. Haben wir uns Transformationen und Entwicklungsversuche bisher aus freiwilliger oder unfreiwilliger Distanz angesehen, und meinen, auch an der einen oder anderen Stelle eine (selbst)bestimmte definitive Präferenz zum Analogen (und damit eine Abwehr des Digitalen) wahrgenommen zu haben, müssen alle diejenigen spätestens jetzt diese Beobachter_innenrolle verlassen.Denn es gilt einmal mehr, dem kulturpolitischen Anspruch gerecht zu werden, dass der Kulturbereich gesellschaftliche Veränderungen mitgestaltet. Kulturmanagement ist im Hinblick auf die Digitalität mit einem anderen Begriff von Arbeit konfrontiert. Zu diesem Arbeitsbegriff gehört das Digitale ebenso wie das Analoge - im Fokus steht der Begriff Cultural Leadership. Und die Zukunftsaufgabe Cultural Governance in Bezug auf eine Kultur der Commons und der Partizipation.Der Ausnahmezustand Corona fungiert dabei in dieser Zeit als Katalysator - als eine Beschleunigungsmaschine, die uns zu den Fragen derDigitalität in der kulturellen Praxis deutlich Leerstellen und Defizite aufzeigt. Aber auch im entschleunigten Reality-Check wird die Notwendigkeit einer Transformation des Kulturbereichs sichtbar bleiben und Handeln unerlässlich.

Kunstfreiheit vs. Persönlichkeitsfreiheit

Eine Aufforderung zum Mord, ein ungenierter Hitler-Gruß oder die Darstellung intimer Szenen aus dem Leben real existierender Personen – gelten Schauspielbühnen als rechtsfreier Raum? Das Grundgesetz lässt dies auf den ersten Blick vermuten. Danach ist Kunst frei. Diese Freiheit ebnet auch den Weg für Werturteile und Meinungen auf Bühnen. Drastische Inszenierungen und Äußerungen jeder Art scheinen möglich. Doch zu Grenzen der Kunstfreiheit kommt es, wenn unzulässig in Grundrechte Dritter, wie Persönlichkeitsrechte, eingegriffen wird. Bei Beleidigungen, Schmähungen sowie nicht ausreichend fiktionalisierten Bühnenstücken ist letzteres regelmäßig der Fall. Der Beitrag zeigt, welche Maßstäbe für Äußerungen und Handlungen von Schauspielern auf Bühnen gelten. Auch wird dargestellt, was bei der Darstellung realer Ereignisse und Personen in Bühnenstücken beachtet werden muss. Die Möglichkeiten des Rechtsschutzes bei Verstößen bilden den Abschluss der Darstellung.

Künstliche Intelligenz in Einrichtungen der kulturellen Infrastruktur

Künstliche Intelligenz (KI), Datenanalyse, Machine Learning und Neuronale Netze mögen für viele Verantwortliche in Kunst- und Kulturbetrieben (noch) nicht zum Alltag gehören. Dabei bietet der Einsatz dieser Technologien viele Chancen für die Vermittlung und das Kulturmanagement und ist oftmals realisierbarer, als man meinen mag. Unser Beitrag bietet einen Überblick der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, er benennt Handlungsfelder und formuliert Grundvoraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI in der Kunst und im Kulturbereich.

Lizenzierung bühnenmäßiger & musikalischer Aufführungen

Veranstaltern von Musicals, Opern oder Handlungsballetten stellt sich die Frage, ob sie ihre Veranstaltung bei der GEMA lizenzieren oder die Aufführungsrechte für Musik und Text beim zuständigen Urheber einholen müssen. Dieser Beitrag soll einerseits einen praktischen Überblick über die aktuelle Rechtslage vermitteln und zum anderen als Leitfaden dienen, wie typische und atypische Produktionen rechtlich einzuordnen und zu lizenzieren sind.

Wie das Geld zu Künstlern und Künstlerinnen kommt

Der Artikel widmet sich der komplexen Thematik rund um die Vergabe von ö entlichen Mitteln in den freien darstellenden Künsten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Vergabeverfahren, den Gremienbesetzungen und den Bedarfen der freien Szene. Was gilt es bei der Besetzung neuer Beiräte/Jurys zu beachten? Welche Regeln, Formate und Ziele sind zu berücksichtigen? Mit vielen Tipps und Beispielen handelt es sich um einen Leitfaden für Praktikerinnen und Praktiker.
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