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Dr. Michael Wimmer

Michael Wimmer ist Gründer und war bis Ende 2017 Geschäftsführer von EDUCULT. Seit 2018 ist er Direktor des Forschungsinstituts und nimmt seither die Funktion des Vorstandsvorsitzenden wahr. Aus diesen Tätigkeiten sowie als langjähriger Geschäftsführer des Österreichischen Kulturservice (ÖKS), als Musikerzieher und Politikwissenschaftler bringt Michael Wimmer umfassende Erfahrungen in die Zusammenarbeit von Kunst, Kultur und Bildung ein.

Er ist Dozent an der Universität für angewandte Kunst Wien zu Kulturpolitikforschung sowie Lehrbeauftragter am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie am Institut für Lehrer*innen-Bildung an der Universität Wien. Er war Mitglied der Expertenkommission des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zur Einführung der Neuen Mittelschule.

Auf dem internationalen Parkett ist Michael Wimmer als versierter Berater des Europarats, der UNESCO und der Europäischen Kommission in kultur- und bildungspolitischen Fragen aktiv. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Internationalen Konferenz für Kulturpolitikforschung (iccpr).

ARTIKEL von Dr. Michael Wimmer

Was vom Tage übrig blieb

Der Kulturbetrieb befindet sich wahrscheinlich mitten im größten Transformationsprozess seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts. Bislang nur wenig von der Kulturpolitik antizipiert zeichnet sich eine grundlegende Veränderung des Kulturbetriffs selbst und damit des Verhältnisses von Künstler*innen, Vermittler*innen und Rezipient*innen ab. Verstärkt durch die massenhafte Durchsetzung digitaler Medien ist der Kulturbetrieb mit einem neuen kulturellen Verhalten seiner potentiellen Nutzer*innen konfrontiert. Höchste Zeit also, die Phase des durch die Pandemie erzwungenen Stillstands für Experimente zugunsten neuer Settings und Formate zu nutzen. Eine daraus resultierende neue Gestaltungskraft könnte mithelfen, mit der Einsicht umzugehen, dass das Heil nicht mehr von denen, die „da oben“ den Staat (und damit auch die Kultur) verwalten zu erwarten ist. Sondern sich mit neuen Ideen selbst aktiv in die kulturpoli-tische Diskussion einzubringen. Eine solche emanzipatorische Herangehensweise an kulturpolitische Entscheidungsprozesse könnte Hervorbringungen des Kulturbetriebs wieder die Relevanz verleihen, die seine Akteur*innen in einer dynamisch sich weiter entwickelnden Gesellschaft für sich beanspruchen.

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