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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser von Theater.Welten, zunächst darf ich Ihnen noch ein gutes und gesundes neues Jahr 2022 wünschen ...

Liebe Leserinnen und Leser von Theater.Welten,

zunächst darf ich Ihnen noch ein gutes und gesundes neues Jahr 2022 wünschen und hoffe sehr, dass es sich möglichst in Ihrem Sinne entwickelt.

In Japan soll der Ursprung des folgenden berühmten Zitats liegen: „Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.“ Was damit gemeint ist, liegt auf der Hand. Mein persönlicher Eindruck ist: Je mehr sich alle beeilen, desto länger dauert alles – gemessen am Endergebnis. Es schleichen sich Fehler ein, Schnelligkeit geht vor Gründlichkeit und vermeintlich günstig ist oft teurer. Und das gilt nicht nur für Bauprojekte. Trotzdem: Das ist alles leicht gesagt. Der Veränderungsdruck, der auf der Gesellschaft liegt, ist gewaltig, richtige und wichtige Themen werden mit einer ungeheuren Dynamik vorangetrieben und dem jedenfalls teilweise zu widerstehen, bedarf im wahrsten Sinne des Wortes einer festen Haltung. Insofern ist Haltung eine conditio sine qua non für Veränderungen zum Guten, denn ohne sie ist keine präzise Verortung der eigenen Situation möglich, was auch passende Lösungsansätze verhindern dürfte. Anders gesagt: Eine Situationsbeschreibung unter Verwendung von Management-Buzzwords ist noch kein Transformationsansatz. Auch die in dieser Ausgabe vorgestellten Beiträge könnte man in diesem Sinn verstehen.

Martin Zierold erläutert in seinem zweiten der insgesamt dreiteiligen Beitrags-Reihe „Veränderungen verstehen und gestalten“ (den ersten Teil können Sie hier nachlesen), warum Haltung in Veränderungsprozessen Vorrang vor Tools hat. Man könnte auch sagen: Das eigene Denken ist eben nicht zu ersetzen, eine genaue Analyse der eigenen Situation, des Veränderungsbedarfs, des Ziels und der Mittel sind notwendig, damit am Ende ein positives (Zwischen-)Ergebnis steht. Es lohnt sich, langsamer am Anfang zu sein, um schneller ans Ziel zu kommen. Eigentlich keine revolutionäre Erkenntnis und doch zeigt die Realität, dass dies nicht die Regel ist.

Alexandra Manske fasst in ihrem Beitrag über Interessenpolitik im Theater die spannenden Erkenntnisse ihrer eigenen Forschungsarbeit zusammen und beleuchtet die Arbeit der Tarifpartner Deutscher Bühnenverein (des Arbeitgeberverbandes) und Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (einer der Gewerkschaften) im Licht neuer starker Interessenverbände, allen voran das Ensemblenetzwerk. Ihr Text macht deutlich, wie komplex die Strukturen in diesem Zusammenhang sind und wie sehr auch die Rollen dieser eingeübten Sozialpartner unter den Veränderungen der Gesellschaft und neuer Player in Bewegung sind. Auch hier wird deutlich, wie sehr Haltung und Raum für Komplexität essenzielle Voraussetzungen für tragfähige Lösungen in diesem sensiblen Bereich sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine bereichernde und spannende Lektüre und wir freuen uns, wenn Sie Theater.Welten weiterempfehlen. Feedback ist immer hochwillkommen, ob positiv oder kritisch. Folgen Sie uns gern auch auf Twitter unter @theater_welten und vielleicht haben wir Ihr Interesse an einem Abonnement geweckt? Informationen dazu finden Sie hier.

Herzlich grüßt Sie
Marc Grandmontagne


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